Archive for the 'Bildung' Category

Zahlen in rauen Mengen – Statista das Statistik-Portal

Wie viele Menschen studieren in Deutschland? In welcher Altersgruppe gibt es die meisten Internutzer? Welche Politiker bekommen derzeit von den Deutschen die besten Noten? Wer Antwort auf diese Fragen haben wollte, musste bis vor kurzem mindestens drei verschiedene Quellen bemühen. Das hat sich geändert seit es Statista.com gibt. Die von der Statista GmbH betriebene Website ist das weltweit erste Statistik-Portal, das statistische Daten verschiedener Institute und Quellen bündelt. Die von Statista verwendeten Daten stammen aus über 500 unterschiedlichen Quellen. Darunter zahlreiche große Namen aus der Welt der Statistik und Markt- bzw. Meinungsforschung wie etwa das Institut für Demoskopie Allensbach, das Statistische Bundesamt oder das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung. Besonders wichtig für alle Bildungshungrigen und Zahlenjunkies: Statista erfüllt alle wissenschaftlichen Standards. Damit eignet sich die Datenbank auch als Recherche-Quelle für Studenten, Wissenschaftler oder Journalisten. Statista bietet nach eigenen Angaben derzeit einen einfachen und schnellen Zugang zu über einer Million Datensätzen. Neben einem thematisch breitgefächerten kostenfreien Angebot bietet Statista seit kurzem auch kostenpflichtige Dienstleistungen für Geschäftskunden an. Dazu gehören ausführliche Analysen zu 500 namhaften Marken, repräsentative Online-Umfragen und Infobroker-Dienste. Und wie sieht’s nun mit den Fragen vom Anfang aus? Im letzten Wintersemester studierten an deutschen Hochschulen zwei Millionen Menschen, fast 90 Prozent der 14 bis 29-Jährigen nutzen das Internet und der am besten benotete Politiker ist derzeit – mit knappem Vorsprung vor Bundeskanzlerin Angela Merkel – Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg. (MB)

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Praktikum – Weg zum Erfolg?

Weit verbreitet ist mittlerweile der Ausdruck „Generation Praktikum“, der vor allem auf junge Akademiker angewandt wird. Oftmals wird diesen nach Abschluss des Studiums lediglich ein Praktikum angeboten, obwohl eigentlich die erste Festanstellung angestrebt ist. Leider hat sich bei vielen Arbeitgebern diese Taktik so weit gesteigert, dass den Praktikanten zwar ein ordentlicher Job im Anschluss an das Praktikum angeboten wird, die jungen Arbeitnehmer jedoch nach Ablauf der Frist trotzdem entlassen und durch den nächsten Praktikanten ersetzt werden. So sparen die Firmen eine Menge Geld und der Lerneffekt für die Praktikanten ist oft bestenfalls mittelmäßig. Meist müssen niedere Aufgaben oder fachfremde Tätigkeiten ausgeführt werden und einen Ansprechpartner gibt es ebenfalls nur selten. Doch wie kann man solch eine Situation verhindern?
Sehr empfehlenswert sind Praktika im Vorfeld eines Studiums, am besten zur angestrebten Fachrichtung passend. So kann der angehende Maschinenbaustudent in einer KFZ-Werkstatt erste Erfahrungen in der Matierie sammeln, der potentielle Germanistikstudent dagegen bei einer Zeitung. Ein Praktikum kann aber auch bei der Orientierung helfen. Macht die Arbeit in der Werkstatt oder bei der Zeitung wirklich keinerlei Spaß, kann man sich noch immer für ein anderes Studium entscheiden.
Im Rahmen der meisten Studiengänge müssen auch ein oder zwei Praxissemester absolviert werden. Damit ist in jedem Fall Vollzeitarbeit in einem fachspezifischen Unternehmen gemeint. Umsonst muss man aber auch als Student seine Zeit nicht opfern. Viele Firmen werden zwar zunächst keine Bezahlnug für das Praxissemester anbieten, doch je mehr praktische Berufserfahrung man bei der Gehaltsverhandlung vorzuweisen hat, desto besser stehen auch die Chancen für eine „ordentliche“ Bezahlung. Ein Stduent im Praxissemester sollte einer Firma zumindest 600 bis 800 Euro für die Vollzeitarbeit wert sein. Gibt es den Traumjob in der Traumfirma aber nur als unbezahltes Praxissemester, kann man sich überlegen, in den sauren Apfel zu beißen.
Nach dem Studium sollte man sich keinesfalls mehr auf ein unbezahltes Praktikum einlassen, denn damit beginnt der Teufelskreis der Ausbeutung. Je mehr Praktika nach dem Studium im Lebenslauf stehen, desto eher wird der nächste Arbeitgeber denken, der Arbeitnehmer lasse sich unter Druck auch noch zu einem weiteren Praktikum verleiten.
Als Fazit kann man sagen, Praktika bieten eine tolle Möglichkeit zum Hineinschnuppern in einen Beruf. Ein oder mehrere Vorpraktikum zum Studium sind jedem zu empfehlen, freiwillige Praktika über einen kurzen Zeitraum während der Semesterferien werten ebenfalls den Lebenslauf massiv auf. Pflichtpraktika mit Vollzeitarbeit und Praktika nach dem Studium sollten nur mit angemessener Bezahlung angenommen werden.

Studentenwohnheime – Pro und Kontra

Endlich ist das Abitur geschafft, vielleicht ist auch schon eine Berufsausbildung abgeschlossen, und nun soll mit einem Studium noch die Krone auf den eigenen Bildungsweg gesetzt werden. Also wird der Hochschulkompass nach einem passenden Fach durchsucht, Bewerbungen geschrieben und auf die ersehnte Zusage von der Universität gewartet. Doch was, wenn die bevorzugte Hochschule am anderen Ende von Deutschland oder gar in einem anderen Land liegt?
Oftmals bleibt zwischen Zusage und Semesterbeginn nur weniger als ein Monat, wie also so schnell eine Wohnung in einer Fremden Stadt finden. Um Anschluss im neuen Wohnsitz zu finden und wegen geringer Mietkosten entscheiden sich viele der angehenden Akademiker für ein Studentenwohnheim. Doch diese Art zu Wohnen ist garantiert nicht für jeden geeignet. Wenn man sich aber auf das Leben zwischen verschiedenen Kulturen auf engstem Raum einlassen kann, bereichert diese Erfahrnug das gesamte Leben.
Die meisten Studentenwohnheime Deutschlands unterstehen direkt dem Studentenwerk. Damit sind meist strenge Regeln für die Benutzung der Zimmer verbunden. Oftmals dürfen keien eigenen Möbel mitgebracht werden, Poster an den Wänden sind ebenfalls verboten und im schlimmsten Fall darf während der Nachtruhe kein Besuch mehr empfangen werden. Doch so ist nicht jedes Wohnheim organisiert. Wesentlich mehr Freiheiten bietet ein Studentenwohnheim, das von einer studentischen Selbstverwaltung organisiert wird. Als Musterbeispiel kann hierfür das Hans-Dickmann-Kolleg in Karlsruhe genannt werden, seines Zeichens mit 900 Bewohnern das größte selbstverwaltete Studentenwohnheim in Deutschland.
Hier leben pro Wohnung 15 Menschen zusammen. Eine solche Wohnung enthält drei Toiletten, zwei Duschen und eine große Wohnküche. Geschirr und Einrichtung der Wohnküche sind normalerweise Allgemeingut. Es gibt Quotenregelungen für Ausländer, Studiengänge und Geschlechter, so dass immer eine ausgewogene Mischung an Menschen gewähleistet ist. Zudem wird damit ein zu feste Gruppenbildung verhindert. Zieht ein Bewohner aus seinem Zimmer aus, entscheiden meist die übrigen Bewohner über einen Nachmieter. Zudem bietet jedes Wohnheim ein großes Freizeit- und Hilfsangebot, etwa eine Fahrradwerkstatt oder Sportveranstaltungen.
Wie erwähnt, ist das Leben in einem Studentenwohnheim aber nicht für jeden geeignet. Nachtruhe ist auch unter der Woche meist keine Selbstverständlichkeit, denn bekanntlich feiern Studenten zu jeder Zeit. Doch selbst wenn gerade keine Party in der Küche stattfindet, kann das Heimkino des Zimmernachbarn so manchen Schlaf zunichte machen. Ordnung in der Küche ist bei 15 Bewohnern auch nicht immer garantiert. Die Instandhaltung der gemeinschaftlichen Räume wird jedoch von einem in der Miete inbegriffenen Putzteam geleistet. So kommt niemand in die Verlegenheit, die Hinterlassenschaften der Mitbewohner säubern zu müssen. Da aber nur zwei Mal wöchentlich geputzt wird, können auch ordnungstechnische Durststrecken auftreten. Insgesamt muss man also sehr viel Toleranz an der Tag legen.
Kann man sich mit diesen Umständen anfreunden, ist ein Studentenwohnheim die wahrscheinlich beste Wahl, um sich für einige Semester am neuen Wohnort zu etablieren. Viele bleiben auch ihr ganzes Studium, denn die vielen Erfahrungen, die ein Studentenwohnheim bietet, kann man nie wieder nachholen.


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